{"id":1920,"date":"2016-08-16T10:55:50","date_gmt":"2016-08-16T09:55:50","guid":{"rendered":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/?p=1920"},"modified":"2018-04-25T09:23:36","modified_gmt":"2018-04-25T08:23:36","slug":"buchbesprechung-franklin-veaux-und-eve-rickert-more-than-two","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/buchbesprechung-franklin-veaux-und-eve-rickert-more-than-two","title":{"rendered":"Buchbesprechung Franklin Veaux und Eve Rickert: More than Two"},"content":{"rendered":"<h2>Buchvorstellung:<\/h2>\n<h1 id=\"title\" class=\"a-size-large a-spacing-none\"><span style=\"padding-left: 0;\">More than Two<\/span><span id=\"productTitle\" class=\"a-size-large\">: A Practical Guide to Ethical Polyamory<\/span><\/h1>\n<h2 class=\"parseasinTitle\"><span id=\"btAsinTitle\"><span style=\"padding-left: 0;\">von Franklin Veaux und Eve Rickert<br \/>\n<\/span><\/span><\/h2>\n<table style=\"border: 0px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1923 size-medium\" src=\"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/518hlkqnL2L-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/518hlkqnL2L-200x300.jpg 200w, http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/518hlkqnL2L.jpg 333w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/td>\n<td valign=\"top\">\n<ul>\n<li><b>Taschenbuch:<\/b> 480 Seiten<\/li>\n<li><b>Verlag:<\/b> Thorntree Press (September 2014)<\/li>\n<li><b>Sprache:<\/b> Englisch<\/li>\n<li><b>ISBN-13:<\/b> 978-0991399727 (ePub)<\/li>\n<li><b>ISBN-10:<\/b> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spezial:ISBN-Suche\/3517087599?isbn=0991399706\">0991399706<\/a> (softcover)<\/li>\n<li><b>ISBN-13:<\/b> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spezial:ISBN-Suche\/3517087599?isbn=9780991399703\">978-0991399703<\/a> (softcover)<\/li>\n<li><b> Gr\u00f6\u00dfe:\u00a0<\/b>15,2 x 2,8 x 22,9 cm<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1924 size-medium\" src=\"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/51CjYce-18L-200x300.jpg\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/51CjYce-18L-200x300.jpg 200w, http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/51CjYce-18L.jpg 333w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/td>\n<td valign=\"top\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Dies ist ausnahmsweise eine Leseempfehlung f\u00fcr ein englischsprachiges Buch. Und zwar weil es das noch nicht auf Deutsch gibt und es mit Abstand das beste Buch \u00fcber Polyamorie ist, das ich kenne. Eine deutsche \u00dcbersetzung ist in Vorbereitung, aber man sollte nicht darauf warten.<\/p>\n<p>Wenn man noch nie ein Buch \u00fcber Polyamorie gelesen hast, dann ist dieses die beste Wahl. Und selbst wenn man bereits jedes Buch \u00fcber Polyamorie gelesen hat ist dieses auf jeden Fall die beste Wahl f\u00fcr die n\u00e4chste Lekt\u00fcre!<\/p>\n<h2>Ultrakurzbeschreibung:<\/h2>\n<p>Ein praktischer Leitfaden f\u00fcr verantwortungsvolle Polyamorie, der an vielen Stellen dort einsteigt, wo &#8222;Schlampen mit Moral&#8220; endet. Ein absolut bodenst\u00e4ndiges und extrem umfangreiches Werk, das alle relevanten Themen in der Breite und Tiefe darlegt.<\/p>\n<h2>Kurzbeschreibung:<\/h2>\n<p>Die Partner, Autoren und praktizierenden Polyamoren Franklin Veaux und Eve Rickert haben ein langerwartetes, thematisch breit aufgestelltes Werk \u00fcber die vielschichtigen Themen zur Polyamorie zur Verf\u00fcgung gestellt. Sie gehen auf die Nuancen ein (es ist nicht dasselbe wie swingen), die Beziehungsm\u00f6glichkeiten (passt ein V, ein N oder ein offenes Netzwerk?), die g\u00e4ngigen Irrt\u00fcmer (erwarte keine wilden Orien und endlosen Sex &#8211; aber schlie\u00df sie auch nicht aus!) und die Bedingungen (Kommunikation, Transparenz und Vertrauen sind unabdingbar). Die Autoren teilen ihre hart erarbeiteten philosophischen Einsichten ebenso wie ihre Verletzungen und Niederlagen.<\/p>\n<p>Das neue Standardwerk ist mit langj\u00e4hriger Erfahrung und lebendig geschrieben und vermittelt die Grundlagen einvernehmlicher, verantwortungsvoller und aufmerksamer Mehrfachbeziehungen fundiert und praxisnah.<\/p>\n<h2>Rezension von Cloudy:<\/h2>\n<p>Franklin Veaux ist einer der besonders bunten Hunde unter den US-Amerikanischen Poly-Aktivisten und ich lese seinen Blog Xeromag.com schon seit etlichen Jahren. Er lohnt sich. Ein paar seiner Artikel habe ich in den letzten Jahren hier \u00fcbersetzt, weil ich sie so n\u00fctzlich fand.<\/p>\n<p>Ich war daher sehr gespannt auf sein Buch, das w\u00e4hrend der Crowdfunding-Kampagnen Phase als \u201eBest of Xeromag\u201c angek\u00fcndigt wurde, und ich wurde nicht entt\u00e4uscht: Es lohnt sich, sogar sehr. Und das auch, weil es letztlich etwas ganz anderes geworden ist als eine Zusammenfassung des Blogs: Es ist eine sehr strukturierte, sehr umfangreiche Abhandlung in praktischer Beziehungsphilosophie\u2026 und das meine ich nicht als Abschreckung. Eves Einfluss auf das Buch war immens, Franklins extrem technisch-sachlichen Darlegungen sind durch ihre einf\u00fchlsam-psychologischen Ans\u00e4tze sehr bereichert und auf einer menschlichen Ebene wesentlich besser verst\u00e4ndlich geworden, so dass ein wirklich leicht lesbares und dabei erschlagend \u00fcberzeugendes Werk entstanden ist, bei dem man so ziemlich auf jeder Seite selbst bei lautloser Lekt\u00fcre aus tiefem Herzen \u201eFuck, yeah!\u201c rufen muss.<\/p>\n<p>(Au\u00dferdem hat Eve durchgesetzt, dass an vielen Stellen ein pers\u00f6nliches Erlebnis erz\u00e4hlt wird, das den Punkt illustriert, der gerade im Text behandelt wird. F\u00fcr viele Menschen macht das den Inhalt der Kapitel tats\u00e4chlich anschaulicher und leichter zug\u00e4nglich.)<\/p>\n<p>Ich habe schon sehr viele B\u00fccher \u00fcber Polyamorie gelesen \u2013 unter den deutschsprachigen vermutlich tats\u00e4chlich alle &#8211; sowohl Ratgeber als auch andere Formate. Falls es Euch interessiert: Eine umfangreiche B\u00fccherliste (mitsamt meinen Rezensionen) befindet sich im Beziehungsgarten.<\/p>\n<p>Leider gibt es bisher noch keine deutsche \u00dcbersetzung; man h\u00f6rt, dass ein \u00f6sterreichischer Verlag die Rechte gekauft habe, aber es ist noch kein Publikationstermin in Umlauf &#8211; daher kann ich es momentan nur f\u00fcr Menschen mit ausreichenden Englischkenntnissen empfehlen, aber dies m\u00f6chte ich mit Nachdruck tun! Es ist nicht schwer geschrieben, mit einem kleinen bisschen Hilfe aus dem W\u00f6rterbuch kommt man mit Schulenglischkenntnissen ziemlich gut klar.<\/p>\n<p>Franklin und Eve verwenden eine leicht verst\u00e4ndliche, klare, bodenst\u00e4ndige und weltanschaulich neutrale Sprache, gut strukturierte S\u00e4tze und kommen ohne wichtigtuerische Wortsch\u00f6pfungen aus, die in einigen Polykreisen leider zum guten Ton zu geh\u00f6ren scheinen.<\/p>\n<p>Franklin ist ein ziemlicher Nerd. Er denkt sehr logisch, geht Probleme eher analytisch als emotional an. Seine Art, Zusammenh\u00e4nge aufzuzeigen ist \u00e4u\u00dferst einleuchtend und ich habe mich beim Lesen oft erwischt, wie ich dachte: \u201eJa na klar, genau so. Total offensichtlich! Warum ist mir das nie aufgefallen?\u201c<\/p>\n<p>Das Buch ist extrem praxisorientiert, d.h. das allt\u00e4gliche Beziehungsleben mit seinen substanziellen und marginalen Problemen steht im Fokus \u2013 diese Probleme werden jedoch nicht als zuf\u00e4llige oder singul\u00e4re Ereignisse inszeniert, mit denen niemand h\u00e4tte rechnen k\u00f6nnen, sondern sie werden in den Sinnzusammenhang der jeweiligen Beziehungslogik gesetzt, also die strukturellen Gr\u00fcnde aufgezeigt, warum bestimmte emotionale und gedankliche Konstellation entstehen und sich verfestigen, die bestimmte Probleme zur Folge haben.<\/p>\n<p>Im Buch wird aber erfreulicherweise nicht eine alles erkl\u00e4rende Philosophie oder heilbringende esoterische Betrachtung verkauft, keine lebensuntauglichen Idealvorstellungen, nach denen man sich doch bitte voller Schuldgef\u00fchle \u00fcber die eigene Unzul\u00e4nglichkeit auszurichten habe, keine spirituellen Erkenntnisse, ohne die man leider im Dunkel der ewigen Unerleuchtetheit vor sich hinsiechen muss. Franklin und Eve erkl\u00e4ren ihre Ethik ganz unverbl\u00fcmt, und begr\u00fcnden sie sehr rational, halten sich im Buch aber durchgehend mit Bewertungen und Urteilen zur\u00fcck, was ich sehr angenehm finde.<\/p>\n<p>Franklin und Eve vertreten insbesondere egalit\u00e4re, offene Beziehungen, also nicht-hierarchische Beziehungen mit sexueller Freiz\u00fcgigkeit bzw individueller sexueller Selbstbestimmung, was sicher nicht jederfraus Sache ist, aber auch hier begr\u00fcnden sie sehr gut warum sie dieses Modell f\u00fcr besonders sinnvoll halten und welche Probleme man sich mit anderen Ans\u00e4tzen einhandelt. Au\u00dferdem legen sie einen Schwerpunkt auf langfristige (viele Jahre andauernde) Beziehungen, was ich ebenfalls sehr angenehm finde, weil es dadurch oft dort fortf\u00fchrt, wo \u201eSchlampen mit Moral\u201c aufh\u00f6rt. Es geht also nicht zentral um sexuelle Befreiung und den Mut zum Ja, sondern um ethische Grundlagen f\u00fcr das konstruktive Denken und Handeln in langfristigen, guten Beziehungen, die das Leben bereichern und das \u00dcbernehmen von Verantwortung zu einer durchweg positiven Option machen.<\/p>\n<p>Es gibt im Buch \u201enur\u201c 2 Kapitel \u00fcber Sex, eines \u00fcber \u00fcbertragbare Krankheiten, und eines \u00fcber die anderen physischen, psychologischen und emotionalen Risiken, die Sex mit sich bringen kann. Hier gibt es schon relativ konkrete Beschreibungen von sexuellen Handlungen, aber keine pornographischen oder verst\u00f6renden Stellen, es ist alles sehr sachlich und wie ich finde eher Biologiebuchartig, also sehr informativ (und zwar wirklich!) und auf vielf\u00e4ltige Aspekte eingehend, die in gew\u00f6hnlichen Ratgebern oft nicht so richtig klar auf den Tisch kommen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kommt Sex aber irgendwie auch in allen anderen Kapiteln gelegentlich vor. Und dass es Dinge wie BDSM, sexuelle Minderheiten und andere merkw\u00fcrdige Dinge gibt. Ich fand keine davon Triggerwarnungsw\u00fcrdig &#8211; ich war allerdings beeindruckt davon wie oft ich Leute dabei beobachtet habe, wie sie w\u00e4hrend der Lekt\u00fcre der psychologischen Analysen diverser emotionaler Ausnahmezust\u00e4nde weinerlich wurden\u2026 weil diese so messerscharf und unbarmherzig sind, dass man sich manchmal sehr ertappt und ganz erstaunlich unf\u00e4hig f\u00fchlt. Emotionaler Missbrauch wird zB erfreulich umfangreich angesprochen, was ich noch in keinem anderen Poly-Buch zufriedenstellen behandelt gefunden habe. Zum Trost kann ich aber hinzuf\u00fcgen, dass das Buch durchweg optimistisch, ermutigend und unterst\u00fctzend ist und aus jedem Problem letztlich eine F\u00fclle von Auswegen aufgezeigt werden.<\/p>\n<p>Besonders interessant finde ich, dass die Perspektive auf Liebe und Beziehungen nicht so radikal eingeschr\u00e4nkt wird wie in den \u00fcblichen paarzentrierten Hetenratgebern. Ich habe mich mit vielen Menschen \u00fcber das Buch unterhalten, die einen v\u00f6llig anderen Lebensstil praktizieren, und alle f\u00fchlten sich von diesem Buch extrem angesprochen. Ja, es gibt im Buch durchaus viele Hinweise f\u00fcr Menschen, die sich ein paarzentriertes Leben w\u00fcnschen, und viele Themen kreisen um \u201eintimate romantic relationships\u201c, also romantische Liebesbeziehungen im mehr oder weniger herk\u00f6mmlichen, konservativen Sinne (bis auf die sexuelle Nicht-Exklusivit\u00e4t jedenfalls); aber es wird auch immer wieder auf Solo-Polys, Asexuelle und Beziehungsanarchisten eingegangen \u2013 und eine Heteronormierung findet auch nicht statt.<\/p>\n<p>In den meisten S\u00e4tzen ist die nicht spezifizierte Beispiel-Person \u00fcbrigens eine \u201eshe\u201c, und zwar in absolut allen Rollen, was mir ganz positiv aufgefallen ist.<\/p>\n<p>Auch sonst ist das Buch erfreulich feministisch: Es findet an keiner Stelle eine Unterteilung in \u201eMenschen\u201c und \u201eFrauen\u201c statt, f\u00fcr die dann verschiedene Verhaltensregeln ausgesprochen werden &#8211; was leider in vielen Ratgebern eine Art Grundverst\u00e4ndnis der Welt darzustellen scheint. Und die Kapitel zu Hierarchien und Empowerment geben ganz unaufgeregt den relevanten modernen feministischen Diskurs wieder, ohne sich dabei nur auf weiblich gelesene Menschen zu beziehen, was ich pers\u00f6nlich sehr gut finde, denn dadurch kann jedermensch, der sich mit diesen Themen noch nie befasst hat, einen sinnvollen Einstieg finden, ohne sich permanent angefeindet und angegriffen zu f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist Vieles im Buch auch ganz jenseits von Poly-Beziehungen und sogar jenseits von Liebesbeziehungen allgemein sehr n\u00fctzlich und hilfreich. Es gibt gro\u00dfe Bl\u00f6cke \u00fcber Kommunikation und faires Verhandeln, die man wirklich in jedem \u201eMenschenratgeber\u201c gut gebrauchen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Tja, und jetzt zu den Nachteilen.<\/p>\n<p>Leider ist das Buch wirklich dick, 480 Seiten voller Buchstaben lauern zwischen den Buchdeckeln, und nein, es gibt keine Bilder! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Man hat also ordentlich was zu tun, wenn man sich da durchk\u00e4mpfen will. Es gibt aber auch eine Audiofassung, wenn man sowas mag.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der erste Teil recht straff ist und ich mir ziemlich oft kleine Denkpausen g\u00f6nnen musste um mit der geballten Masse an Inhalt klarzukommen, wiederholt sich sp\u00e4ter sehr viel. Auf diese Art soll wahrscheinlich immer besser und ausf\u00fchrlicher erkl\u00e4rt und argumentiert werden; ich war aber schon beim ersten Mal voll im Boot und kam mir dann manchmal ein bisschen so vor als w\u00fcrde ich grad versehentlich den Stoff aus dem letzten Schuljahr wiederholen\u2026. Also sich kurz zu fassen ist ganz klar nicht Franklins Superkraft, aber ich hab auch schon von etlichen Menschen geh\u00f6rt dass sie das ganz gut fanden weil sie es so besser verdauen konnten.<\/p>\n<p>In diesem Sinne w\u00fcnsche ich einen guten Appetit, viel Vergn\u00fcgen und gro\u00dfe Erkenntnisse bei der Lekt\u00fcre!<\/p>\n<p>(Diese Rezension ist zuerst erschienen in der Krake 10, dem\u00a0 gro\u00dfartigen Magazin f\u00fcr Frauen in unordentlichen Beziehungen, zu beziehen \u00fcber Gwendolin unter polylogo@gmx.de, Infos auf http:\/\/diepolytanten.hostzi.com)<\/p>\n<h2>Rezension von <span class=\"fwn fcg\"><span class=\"fwb fcg\" data-ft=\"{&quot;tn&quot;:&quot;;&quot;}\">Juli Sonne<\/span><\/span>:<\/h2>\n<p>Da es das Buch leider nur auf englisch gibt, hier mal eine andere Art einer \u00fcberwiegend deutschen Zusammenfassung:<\/p>\n<p>More than two \u2013 A Practical Guide to Ethical Polyamory<\/p>\n<p>Worum es geht in drei S\u00e4tzen: Das Autorenpaar erl\u00e4utert in diesem Klassiker die Grundlagen f\u00fcr Polyamorie und gibt Empfehlungen f\u00fcr den Umgang mit den normalen und neuen Beziehungsherausforderungen, die sie mit sich bringt. Mit den beiden Axiome, dass Menschen wichtiger sind als ihre Beziehungen untereinande<span class=\"text_exposed_show\">r und Menschen keine Dinge sind, entwickeln sie die Grundlagen f\u00fcr ethische Beziehungen: Transparenz, Einvernehmen und Entscheidungsf\u00e4higkeit aller Beteiligten. Es folgen viele Kapitel zu Kommunikation und besonderen Herausforderungen, immer zur\u00fcckgef\u00fchrt auf die Grundlagen und angereichert mit lebendigen Beispielgeschichten.<\/span><\/p>\n<div class=\"text_exposed_show\">\n<p>Was neu f\u00fcr mich war: Ich habe endlich verstanden, warum bzw. wann Hierarchien in der Polyamorie als problematisch betrachtet werden und wie genau die Unterschiede zwischen Grenzen, Regeln und Vereinbarungen Sinn machen.<\/p>\n<p>Was mich st\u00f6rte: F\u00fcr mich viel Wiederholung besonders in den ersten Kapiteln, aber auch insgesamt sehr lang und auf Englisch f\u00e4llt mir Querlesen schwerer.<\/p>\n<p>Wem ich es empfehlen w\u00fcrde: Allen, die Lust haben in oder besonders jenseits der \u00fcblichen Mono-Normativit\u00e4t ihre Beziehungen so weiterzuentwickeln, dass sie selbst und ihre Partner*innen gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Chancen haben, ihr bestm\u00f6gliches Ich zu leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1976 aligncenter\" src=\"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/30726662_1752977851392369_2127027998669406208_n-1.jpg\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"960\" srcset=\"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/30726662_1752977851392369_2127027998669406208_n-1.jpg 720w, http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/30726662_1752977851392369_2127027998669406208_n-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0 (Zeichnung von Juli Sonne)<\/p>\n<h2>Links:<\/h2>\n<p><b>Rezensionen<\/b> bei <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/product-reviews\/0991399706\/ref=acr_dpproductdetail_text?ie=UTF8&amp;showViewpoints=1\">Amazon<\/a> (\u00fcberwiegend deutsch), von <a href=\"https:\/\/solopoly.net\/2014\/08\/11\/more-than-two-book-review-much-needed-focus-on-the-ethics-of-polyamory\/\">Solopoly.net<\/a> (englisch)<\/p>\n<p><strong>Leseprobe<\/strong> bei <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/More-Than-Two-Practical-Polyamory\/dp\/0991399706#reader_0991399706\">Amazon<\/a><\/p>\n<p><strong>Homepage<\/strong> der <a href=\"https:\/\/www.morethantwo.com\/\">Autoren<\/a><\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/buecherliste-polyamorie\">Zur\u00fcck zur B\u00fccherliste<\/a><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Buchvorstellung: More than Two: A Practical Guide to Ethical Polyamory von Franklin Veaux und Eve Rickert Taschenbuch: 480 Seiten Verlag: Thorntree Press (September 2014) Sprache: Englisch ISBN-13: 978-0991399727 (ePub) ISBN-10: 0991399706 (softcover) ISBN-13: 978-0991399703 (softcover) Gr\u00f6\u00dfe:\u00a015,2 x 2,8 x 22,9 cm Dies ist ausnahmsweise eine Leseempfehlung f\u00fcr ein englischsprachiges Buch. Und zwar weil es das [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[82],"tags":[86,47,40,69],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1920"}],"collection":[{"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1920"}],"version-history":[{"count":16,"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1920\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1978,"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1920\/revisions\/1978"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/beziehungsgarten.net\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}