Beziehungsanarchie und Etikettierung

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Olivenbaum2013
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Beziehungsanarchie und Etikettierung

Ungelesener Beitragvon Olivenbaum2013 » 16. Mai 2018 12:18

Hallo,

gerade schreibe ich etwas zur Beziehungsanarchie und stolpere in Foren immer wieder über den Begriff der Etikettierung.

Ich stolpere deswegen, weil bei Andie Nordgren das Problem der Etikettierung nicht vorkommt, was ich aber stets vorausgesetzt habe.
Auf der deutschen Wikepedia-Seite lesen wir höchstens:

"Sie unterscheidet sich von der Polyamorie dadurch, dass sie annimmt, man brauche keine formelle Unterscheidung zwischen verschiedenen Typen von Beziehungen. Beziehungsanarchisten betrachten jede Beziehung (Liebesbeziehungen und andere) individuell, im Gegensatz zu der üblichen Kategorisierung nach gesellschaftlichen Normen wie "nur Freunde", "in einer Beziehung", "in einer offenen Beziehung", etc."

Die Rede ist also höchstens von 'formeller Unterscheidung' oder 'üblicher Kategorisierung'.

Warum ist mir der Zusammenhang von Beziehungsanarchie und Etikettierung so wichtig?

Mal abgesehen davon, dass ich selbst mehr als nur polyamor lebe, sah ich immer schon das Problem in den Bezeichnungen von Relationen, die verschiedenes Unsichtbares implizieren oder exkludieren, was Erwartungshaltungen weckt und gegebenenfalls verletzt. Wie auch immer, jetzt habe ich mir noch einmal die Texte von Andie Nordgren vorgenommen und siehe da, von Ablehnung einer Etikettierung ist keine Rede. Höchstens lässt sich das Etikettierungsproblem aus Nordgrens Texten ableiten, expliziert ist es dort nicht.

Übersehe ich etwas oder gibt es irgendwo im Konzept der Beziehungsanarchie explizit etwas zur Etikettierung gesagt?

Vielen Dank vorab.

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